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Tai Chi Chuan und Qi Qong im SHINDO Hannover

Taikyoku Ken ist eine japanische Version des Yang Tai Chi Chuan, gegründet von Yang Ming Shi (jap. Yo Meiji), das in Europa oft mit Schattenboxen verglichen wird. Tai Kyoku Ken bedeutet übersetzt,"Tai kyoku", das Höchste, Großartige und "Ken", Hand oder Faust. Es ist eine Abfolge von Bewegungen, die harmonisch und langsam ausgeführt werden.

Tai Kyoku Ken dient der Gesunderhaltung des Körpers und kann auch in Partnerübungen als weiche Selbstverteidigung geübt werden. Durch die Bewegungen werden die Gelenke wieder geschmeidig und der innere Energiefluß ins Gleichgewicht gebracht. Tai Kyoku Ken ist eine taoistische Übung, die stark mit den Lehren und den Grundgedanken des Taoismus (Dokyo) in Verbindung steht. Aber auch der Philosophie von Yin und Yang (den gegensätzlichen Paaren, z.B. hart - weich, schwarz -weiß, voll - leer etc.) sowie den drei Wegen (Do des Himmels (Tendo), der Erde (Chido) und des Menschen (Jindo) steht Tai Kyoku Ken in enger Verbindung. Diese Bewegungskunst lässt sich in jedem Alter erlernen und bis ins hohe Alter ausführen. Das chinesische Tai chi wurde auch wie andere Kampfkünste aus China nach Japan gebracht und ist in Japan nun als Tai kyoku ken bekannt welches wir im Shindo üben.

Kleiner geschichtlicher Hintergrund des chin. Tai Chi Chuan

(jap. Tai Kyoku Ken)

Die Anfänge des Tai kyoku Ken lassen sich bis in die Tang-Dynastie (618 - 907 n. Chr.) zurück verfolgen. Es kann aber nicht genau belegt werden, da die Überlieferung nur mündlich erfolgten und auch die Weitergabe der Technik nur innerhalb einer Familie stattfand. Tai Kyoku Ken war in dieser Zeit kaum verbreitet, hatte aber schon eine lange Vorbereitungszeit in der Vergangenheit, durch Erfahrungen der Medizin, Kampfkunst und Religion.

Es gibt verschiedene Thesen zur Entstehung. Zum einen wird dem indischen Wandermönch Bodhidharma eine Urform aller chinesischen Kampfkünste zugeschrieben, denn er ging ca. 520 n. Chr. nach China in die Provinz Henan und lehrte den Mönchen im Shaolin Kloster einige Bewegungsformen des Yoga, da sie durch die langen Meditationen sehr schwach waren. Diese Übungen dienten der Kräftigung des Körpers und des Geistes, so wie es heute im Tai Kyoku Ken auch Bestandteil ist.

Es werden aber drei Persönlichkeiten für die Begründer des Tai Kyoku Ken (chin. Tai Chi chuan) gehalten, zum einen Hsü Hsuan-P‘ing aus der Tang Dynastie, Wan Tsung Yueh aus der Ming Dynastie (1368 - 1644) und Meister Chang San Feng (Ende der Sung Dynastie 1127 - 1279), ein taoistischer Meister und Philosoph. Die heute bekanntesten Tai Chi-Stile sind der Chen-Stil, Wu-Stil, Peking-Stil und der Sun-Stil.

Wir trainieren die "24" - Form (jap. Nijuyonki), welche auch als eine Anfängerform bezeichnet wird und aus "24" Bewegungsformen besteht, im Gegensatz zu anderen Formen, die mehr als 80 ausführen. Außerdem üben wir uns im Kiko (chin. Qi Qong) und im Taiji Qi Qong (Taikyokuken Kiko)Yangsheng nach Meister Jiao Guorui, welches gesundheitfördernde Übungen der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sind. Dem hinzu kommt das üben in den acht edlen Übungen (jap. Hatchi dan kin, chin. Baduajin) um die innere Energie zu vermehren.

Qi Qong/ jap. Kiko - Japanische Gesundheitslehre die aus China kommt.

Wer sich gesund erhält benötigt keinen Arzt!
Im Westen ist diese Art der Bewegung eher unter dem Namen Qigong bekannt.

Vergangenes - Hintergründe

Die Anfänge des Kiko liegen in grauer Vorzeit. Die erste systematische Beschreibung ist "Der Innere Klassiker des Gelben Kaisers". Es gibt verschiedene Praktiken des Kiko, inneres und äusseres Kiko, Kiko in Ruhe oder Bewegung, buddhistische und daoistische Varianten, zur Verbeserung der Kampfkraft von Kampfsportanhängern und letztlich zur Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit.

Kiko basiert auf der daoistischen Lehre (Dokyo) von Yin und Yang und ist somit Teil eines philosophischen Systems, an dessen Ende die "Unsterblichkeit" steht.(Dieses symbolisiert einen geistigen Durchbruch zur Selbstschau (Kensho)). Diese Lehre besagt, dass sich Yin und Yang in Harmonie befinden sollten, sonst kommt es zu einem "Ungleichgewicht der Energien". Im kleinen macht sich das zum Beispiel durch Krankheit, im grossen durch Naturkatastrophen bemerkbar. Aber auch das Kleine und das Grosse müssen harmonieren, und sich der Mensch dem Grossen (Universum) fügen und seinen Gesetzen folgen.

Qi Qong/ jap. Kiko Übung in heutiger Zeit

Zur Zeit gibt es weltweit etwa ca.160 Millionen Menschen, die Kiko praktizieren, wobei es ca. 200 verschiedene Verfahren mit insgesamt 3000 - 4000 Variationen gibt. Das medizinische Qigong ist Teil der sogenannten "Traditionellen Chinesischen Medizin" (TCM). Es wird zusammen mit Akupunktur, Massage und Kräuterheilkunde eingesetzt. In China - und zunehmend auch in Japan und in grossen Teilen der westlichen Welt - werden die heilsarnen Effekte entdeckt, zum Beispiel in einer ortopädischen Klinik in Amerika, Europa und Japan (Tokyo).

Kiko ist nicht nur für die Knochen gut, sondern wird auch bei anderen Krankheiten erfolgreich eingesetzt, sogar Krebs. Was Statistiken und Beobachtungen (Experimenten) zu entnehmen ist, soll die Heilungsrate beträchtlich sein, Verletzungen sollen z.B. um 50% schneller heilen!

Wie funktioniert Qi Qong/ jap. Kiko

Das oben angesprochene Ungleichgewicht kommt durch äussere oder innere Blockaden des "KI" zustande. KI, die Lebensenergie, muss reguliert werden. Das geschieht durch Vorstellungskraft, Bewegung, Atmung und Entspannung. Zusammen gibt es dem Körper die Möglichkeit zur Regeneration, die Körpersäfte kommen wieder ins Gleichgewicht. Eine Heilung kann nur von innen heraus geschehen, wobei den inneren Organen eine tragende Rolle zukommt.

Jedes Organ braucht eine andere Art von KI. Sobald ein Überschuß oder ein Mangel in dem entsprechenden Organ vorliegt, kommt es zur Krankheit. Durch Kiko wird erreicht, dass die Meridiane (Forschungen belegen es, daß es diese elektroaktiven "Verbindungen" gibt, durch die der körperliche Zustand verändert werden kann) sozusagen "freigespült" werden, das KI kann wieder fliessen.

Die Praxis

Einfache, aber wirkungsvolle Methoden des Kiko sind die sogenannten "Acht Brokate oder acht edlen Übungen" (Hatchi dan kin), eine Übungsreihe, die aus acht Übungen besteht, oder das Taiji Qigong (Tai kyoku ken Kiko) in 18 Bewegungen. Es empfiehlt sich jedoch immer, einen erfahrenen Lehrer zu bemühen, urn die Bewegung, Haltung und Vorstellungsbilder zu erlemen. Mittlerweile beführworten viel Ärzte und Krankenkassen die Ausübung des Tai Chi ung Qi Qong

Wer also etwas für seine Gesunderhaltung tun will, ist mit Qi Qong/ Kiko und Tai Chi/ Tai kyoku ken gut beraten und hat die Möglichkeit dieses bei uns zu erlernen.

Unterricht: Montags um 16.45 - 17.45 Uhr

Geleitet wird der Unterricht von Olaf Lotze-Leoni der schon seit über 20 Jahren Erfahrung im Tai Chi/ Tai kyoku Ken und Qi Qong/ Kiko hat, und dieses gern an Sie weitergibt.


Ying+Yang

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