. Shindo Dojo - Kampfkunst in Perfektion

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ZaZen im SHINDO


Stille.

Sitzen.

Atmen.






Der Weg zum Selbst.

Boddhidharma

Der Weg (Quelle)

Zen wird primär auf zweierlei Weise ausgeübt: durch Meditation und durch die Kommunikation zwischen Meister und Schüler. Das im Zen täglich praktizierte Sitzen in Meditation (Zazen) ist beim Rinzai-Zen ein Meditieren über ein Koan, beim Soto-Zen ein Sitzen ohne Gedanken, Ziel und Absicht (Shikantaza). Die Übung von Zazen ist das Fallenlassen von Körper und Geist. Indem er nach und nach alle Vorstellungen über das Leben losläßt, soll das dynamische Sichöffnen des Menschen zur wirklichen Wirklichkeit geschehen. "Die Einzigartigkeit von Zazen liegt im folgenden: Der Geist wird dabei aus der Knechtschaft aller und jeglicher getrennten Formen, Visionen, Dinge und Vorstellungen befreit, wie heilig und erhaben sie auch sein mögen, und in einen Zustand vollkommener Leere versetzt, aus dem allein heraus er eines Tages seines eigenen wahren Wesens oder des Wesen des Weltalls innewerden kann." (Kapleau)

Eine wichtige Rolle spielt hierbei das Koan. Ein Koan ist ein paradoxes Rätsel, das den Verstand erregt, verwirrt, verspottet, erschöpft und schließlich zerstört. Vielfach haben die Koan anekdotische, legendäre, biographische Ereignisse, Zwiegespräche und Aussprüche großer Zen-Meister zum Inhalt. Ein solches Rätsel wird dem Mönch zu lösen aufgegeben, und oftmals dauert es mehrere Jahre täglicher Bemühung, bis ihm dies gelingt, was mit dem Satori-Erlebnis einhergeht. An einem Koan beißt sich der Verstand die Zähne aus. Die "tanzenden Affen", d. h. die Gedanken, werden mit seiner Hilfe zur Ruhe gebracht, denn das diskursive Denken ist der Todfeind der Erleuchtung. "Wenn sich das Denken totgelaufen hat, ist der Mensch reif für die Erleuchtung." (Deshimaru)

Zen-Meister Nansen, der sich äußerlich in keinerlei Weise von seinen Schülern unterschied, arbeitete zusammen mit seinen Mönchen auf dem Feld. Ein Wandermönch, der des Weges kam, blieb vor den Mönchen stehen und fragte den, der ihm am nächsten stand, ohne zu ahnen, daß es sich um Meister Nansen handelte: "Welcher Weg führt zum Nansen Kloster?" Meister Nansen hielt die Sichel, mit der er gerade arbeitete, hoch und sagte: "Für die habe ich dreißig Yen bezahlt." Der Mönch erwiderte: "Guter Mann, ich habe nicht nach den Kosten für Ihr Werkzeug, sondern nach dem Weg gefragt, der zu Meister Nansen führt."
Nansen sagte; "Sie schneidet ausgezeichnet."


aus "Was ist die ewige Wahrheit?", vom Marco Aldinger. erschienen 1998 im Herder Verlag, Freiburg.
ISBN 3-451-05011-0

 

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